
Lankeleisi MG600 Lite Test 2026: Top Fatbike oder Flop?
Der Lankeleisi MG600 Lite Test zeigt: 1000W-Motor & 1000Wh-Akku überzeugen. Erfahre hier alles zu Preis, Reichweite und rechtlichen Einschränkungen!
Mit einer Gesamtwertung von 8/10 Punkten überzeugt das E-Fatbike im Lankeleisi MG600 Lite Test besonders durch seinen massiven 960Wh-Akku und den extrem kraftvollen Bafang-Motor. Dieses Modell richtet sich gezielt an schwere Fahrer, Pendler im ländlichen Raum und Offroad-Enthusiasten, die maximale Traktion abseits befestigter Wege suchen. Der Punkteabzug resultiert primär aus dem sehr hohen Eigengewicht von über 34 Kilogramm und der verbauten Einstiegs-Schaltung, die dem ansonsten hochwertigen Gesamtbild nicht ganz gerecht wird.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Spezifikationen
Bevor wir tief in die technischen Details einsteigen, liefert die folgende Tabelle die harten Fakten basierend auf den Herstellerangaben. Wenn du dich generell für den aktuellen Markt interessierst, wirf auch einen Blick auf unseren großen E-Bike Test 2026: Die 5 besten Elektrofahrräder im Vergleich.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Anbieter | Lankeleisi |
| Preis ab | ca. 1.899 € |
| Motor | Bafang Hinterrad-Nabenmotor (bis 1000W Peak) |
| Akku | 48V 20Ah (960Wh) mit Samsung-Zellen |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremsen (180mm Rotoren) |
| Zuladung | Max. 150 kg Systemgewicht |
| Ideal für | Waldwege, Schnee, Sand, schwere Fahrer |
| Gesamtwertung | 8/10 |
Preise & Varianten im Überblick
Lankeleisi bietet die MG600-Serie in verschiedenen Konfigurationen an. Die Preise schwanken je nach Verfügbarkeit und aktuellen Rabattaktionen des Herstellers.
| Tarif/Variante | Preis | Kernfunktionen | Ideal für |
|---|---|---|---|
| MG600 Lite | ab 1.899 € | 20Ah Akku, Federgabel, 7-Gang Shimano | Alltagsfahrer & leichtes Gelände |
| MG600 Plus | ab 2.199 € | Doppel-Akku Option, vollgefedert | Tourenfahrer & Extreme-Offroad |

Lankeleisi MG600 Lite Test: Motorleistung und Antrieb
Das Herzstück dieses E-Bikes ist der wuchtige Bafang-Nabenmotor im Hinterrad. Laut technischen Datenblättern liefert dieser ein Drehmoment von satten 70 Nm. Käufer berichten übereinstimmend, dass selbst steile Anstiege von 20 bis 30 Grad mühelos bewältigt werden. Der Motor zieht kräftig durch, was besonders bei dem hohen Eigengewicht des Rades zwingend notwendig ist.
Allerdings gibt es hier einen rechtlichen Aspekt, der für den DACH-Markt entscheidend ist. Der Motor leistet in der Spitze bis zu 1000 Watt. Um als zulassungsfreies Pedelec zu gelten, drosselt der Hersteller die Dauerleistung softwareseitig auf 250 Watt und die Geschwindigkeit auf 25 km/h. Ein verbautes Daumengas lässt sich oft freischalten, was das Rad rechtlich zu einem Kraftfahrzeug macht.
⚠️ Achtung: Nutzt du das Daumengas ohne zu treten oder entsperrst du die Geschwindigkeitsbegrenzung über das Display, verliert das E-Bike seine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr. Es darf dann nur noch auf Privatgelände bewegt werden.
Akkulaufzeit: Was leisten die 960 Wattstunden?
Der verbaute 48V 20Ah Akku nutzt hochwertige Zellen von Samsung. Mit einer Kapazität von 960 Wh gehört er zu den größten Energiespeichern in dieser Preisklasse. Lankeleisi gibt eine maximale Reichweite von bis zu 120 Kilometern im Tretunterstützungs-Modus an.
Ausgewertete Nutzerrezensionen zeichnen ein realistischeres Bild: Bei höchster Unterstützungsstufe, hügeligem Terrain und einem Fahrergewicht von 90 kg pendelt sich die echte Reichweite bei 60 bis 80 Kilometern ein. Das ist für ein über 30 kg schweres Fatbike immer noch ein hervorragender Wert. Um die Lebensdauer des Akkus zu maximieren, empfehlen erfahrene Schrauber unseren Ratgeber zum Thema E-Bike Saisonstart: Akku, Kette und Bremsen richtig checken.

Fahrkomfort: Fat-Tires und Federung im Fokus
Die massiven 26x4.0 Zoll Kenda-Reifen sind das optische und funktionale Highlight. Sie schlucken Unebenheiten, Wurzeln und Schlaglöcher extrem souverän. Die einstellbare Aluminium-Federgabel an der Front unterstützt diesen Effekt, auch wenn es sich hierbei um ein Basismodell mit Stahlfeder handelt.
Der Reifendruck spielt bei Fatbikes eine übergeordnete Rolle. Auf Asphalt genügen 1,2 bis 1,5 Bar für einen geringen Rollwiderstand. Im weichen Sand oder Schnee senken Fahrer den Druck oft auf 0,5 bis 0,8 Bar ab, um die Auflagefläche zu maximieren. Wer das Rad primär auf der Straße bewegt, sollte sich überlegen, ob ein klassisches Trekkingrad mit entsprechender Bereifung nicht sinnvoller ist. Passende Alternativen findest du in unserer Übersicht für den bester Fahrradreifen Allwetter.
💡 Tipp: Das enorme Eigengewicht von ca. 34 kg macht den Transport auf einem handelsüblichen Auto-Heckträger oft unmöglich. Prüfe vor dem Kauf zwingend die maximale Stützlast deiner Anhängerkupplung und die Freigabe des Trägers. Tipps dazu gibt es im Artikel Die 5 besten Fahrradträger auto 2026 im Test.
Bremsen und Schaltung: Wo der Hersteller den Rotstift ansetzt
Ein 34 kg schweres E-Bike, das mit Fahrer leicht 130 kg Systemgewicht erreicht, benötigt brachiale Bremskraft. Lankeleisi verbaut hydraulische Scheibenbremsen mit 180mm Rotoren. Laut Spezifikation greifen diese zuverlässig und bieten einen klaren Druckpunkt. Bei intensiver Nutzung im Gefälle raten Werkstatt-Profis jedoch dazu, das System regelmäßig zu warten. Eine Anleitung dazu findest du unter Hydraulische Bremse entlüften: Anleitung für Shimano & SRAM.
Gespart wurde eindeutig bei der Schaltung. Die verbaute 7-Gang Shimano Tourney TX ist die absolute Einstiegsklasse des japanischen Herstellers. Sie funktioniert, neigt aber unter Last zu unpräzisen Gangwechseln und erfordert regelmäßiges Nachjustieren. Wer handwerklich geschickt ist, findet Hilfe in unserem Ratgeber Fahrrad Schaltung einstellen: Schritt-für-Schritt Anleitung. Um den Verschleiß des Antriebsstrangs bei der hohen Motorleistung zu minimieren, ist zudem regelmäßige Pflege Pflicht. Lies dazu Fahrradkette pflegen und schmieren: So hält sie doppelt so lang.

Pro & Contra: Lankeleisi MG600 Lite
Basierend auf den technischen Datenblättern und dem Feedback der Käufer ergeben sich folgende Stärken und Schwächen:
✅ Enorme Reichweite dank des hochwertigen 960Wh Samsung-Akkus
✅ Sehr hohe Zuladung von bis zu 150 kg (ideal für schwere Fahrer)
✅ Hervorragende Traktion durch 26x4.0 Zoll Kenda Fat-Tires
✅ Kraftvoller Bafang-Motor zieht mühelos steile Steigungen hinauf
❌ Sehr hohes Eigengewicht (ca. 34 kg) erschwert das Tragen über Treppen massiv
❌ Günstige Shimano Tourney 7-Gang-Schaltung passt qualitativ nicht zum Preis
❌ Rechtliche Grauzone in der DACH-Region, falls Daumengas nicht deaktiviert ist
Für wen eignet sich das Lankeleisi MG600 Lite?
Perfekt für dich, wenn du:
- Häufig auf unbefestigten Waldwegen, Sand oder Schnee unterwegs bist.
- Ein hohes Körpergewicht hast und ein robustes E-Bike mit hoher Zuladung suchst.
- Großen Wert auf maximale Reichweite ohne ständiges Nachladen legst.
- Ausreichend Platz (z.B. eine ebenerdige Garage) zum Parken hast.
Weniger geeignet, wenn du:
- Das Fahrrad regelmäßig in den Keller oder die Wohnung tragen musst.
- Ein agiles, leichtes Rad für den reinen Stadtverkehr suchst. Hier empfehlen wir einen Blick auf den Canyon Pathlite:ON 6 SUV Test: Trekking-E-Bike mit Top-Reichweite.
- Wert auf High-End-Schaltkomponenten (wie Shimano XT oder SRAM Eagle) legst.
💡 Fazit: Das Lankeleisi MG600 Lite verdient sich im Test-Vergleich solide 8/10 Punkte. Es ist ein echtes Arbeitstier, das mit einem Preis von ca. 1.899 € extrem viel Akku-Kapazität und Motorleistung fürs Geld bietet. Wer über das hohe Gewicht und die einfache Schaltung hinwegsehen kann, erhält ein unverwüstliches Offroad-Gefährt. Übrigens: Ob dieses Rad förderfähig ist, erfährst du in unserem Beitrag E-Bike Förderung 2026: Diese Zuschüsse gibt es für Elektrofahrräder.

Alternativen zum Lankeleisi MG600 Lite
Falls dich das Konzept des Fatbikes nicht zu 100 % überzeugt oder du eine legalere, leichtere Option suchst, gibt es spannende Alternativen auf dem Markt.
Alternative 1 – Fischer Viator 6.8i Ultimate
Wenn du primär auf befestigten Wegen fährst und ein zu 100 % StVZO-konformes E-Bike suchst, ist dieses Trekkingrad die bessere Wahl. Es ist deutlich leichter, verfügt über hochwertigere Komponenten und bietet ein agileres Fahrverhalten. Mehr Details gibt es im Fischer Viator 6.8i Ultimate Test: Lohnt sich das Trekkingrad?. Der Preis liegt bei ca. 2.499 €.
Alternative 2 – Canyon Grand Canyon
Suchst du nach maximaler Geländetauglichkeit, möchtest aber auf den schweren E-Motor verzichten, um sportlich aktiv zu bleiben? Ein klassisches Hardtail-Mountainbike wieurtelt Hindernisse ebenso souverän ab, wiegt aber nur einen Bruchteil. Den direkten Vergleich findest du unter Canyon Grand Canyon vs. Rose PDQ: Welches Mountainbike ist besser?. Preislich startest du hier bereits ab ca. 1.299 €.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Ist das Lankeleisi MG600 Lite in Deutschland legal auf der Straße fahrbar?
A: Ja, sofern es auf 250W Dauerleistung und 25 km/h gedrosselt ist und das Daumengas deaktiviert bleibt. Werden diese Sperren aufgehoben, gilt es als Kraftfahrzeug und erfordert Versicherungskennzeichen sowie eine Zulassung.
F: Wie wechsle ich die Bremsbeläge bei diesem schweren E-Bike?
A: Der Wechsel funktioniert exakt wie bei normalen Fahrrädern. Da das Rad sehr schwer ist, benötigst du einen extrem stabilen Montageständer. Die genaue Anleitung findest du unter Bremsbelaege wechseln: Scheibenbremse am Fahrrad.
F: Kann ich Reparaturen am MG600 Lite selbst durchführen?
A: Grundlegende mechanische Arbeiten wie Reifenwechsel, Bremsen einstellen oder Kette tauschen sind problemlos machbar. Elektronische Defekte am Bafang-Motor sollten Fachleuten überlassen werden. Tipps für den Einstieg bietet unser Artikel Fahrrad-Reparatur für Anfänger: Diese 5 Reparaturen schaffst du selbst.
F: Welches Werkzeug brauche ich für die Endmontage nach der Lieferung?
A: Das Rad wird zu 85 % vormontiert geliefert. Du benötigst lediglich Standard-Inbusschlüssel (4, 5 und 6 mm) sowie einen 15mm-Maulschlüssel für die Pedale. Eine Übersicht sinnvollen Equipments findest du unter Fahrrad-Werkzeug Grundausstattung: Was du wirklich brauchst.
F: Wie lange dauert es, den 960Wh Akku vollständig aufzuladen?
A: Mit dem mitgelieferten Standard-Ladegerät (meist 2 bis 3 Ampere) dauert eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % etwa 7 bis 9 Stunden. Es empfiehlt sich, den Akku über Nacht schonend aufzuladen.
Häufig gestellte Fragen
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Redaktion
Tim Schneider
Hobby-Schrauber und Radfahrer. Testet Fahrrad-Werkzeug, Ersatzteile und Zubehör im eigenen Keller.
Zuletzt aktualisiert: 6. März 2026



